domenica, febbraio 19, 2017

Karpfen, Kudzu und Mayo-Klinik

Ich habe noch ein paar Ausgaben der “Business Week” durch zu arbeiten. Lese gerade einen Artikel über das Londoner Unternehmen Behavox, das unter dem Schlagwort “Compliance 2.0” firmiert. Compliance wird in “Cassel´s German & English Dictionary” mit Willfährigkeit, Unterwürfigkeit, Einwilligung angegeben. Nun, im Bankensektor, dass man mit den vom Staat auferlegten Regeln konform geht.
In der jüngsten Vergangenheit mussten die Banken happige Strafen zahlen, da einige Händler ein zu großes Rad gedreht haben. Die Software von Behavox soll das verhindern. Sie sammelt und interpretiert Daten, über alles, was Händler einer Bank während ihrer Geschäftszeit machen. Künstliche Intelligenz wird eingesetzt. Wie oft geht der Mann ins Klo? Warum brüllt er ins Telefon? Warum bleibt er nach Feierabend im Büro? Warum meldet er sich  um Mitternacht im System an?
Das ruft bei mir Assoziationen hervor. Ich schrieb schon einmal über eine Story, die ich in einem Sf-Magazin gelesen habe, in der Händler ihre Wertpapier Käufe und Verkäufe durch Maschinen mit KI erledigen lassen. Später verlieren die Händler den Überblick, weil die Maschinen sich inzwischen weiter entwickelt hatten.
Gerade stellte ich mir vor, dass diese Maschinen unter sich abgemacht haben, die Kurse technologischer Papiere konstant steigen zu lassen, um die Grundlage zu schaffen, dass Unternehmen, die Künstliche Intelligenz weiter entwickeln für ihre Arbeit genügend Geld zur Verfügung haben. Stoff für eine Story.
Trump Country = Redneck Country. Nicht im Osten, nicht im Westen, sondern right smack in the middle. Es geht um asiatische Karpfen. Sie wurden in den 60ern des vergangenen Jahrhunderts von der Umweltbehörde in die U.S.A. gebracht, um Flussbette sauber zu halten. Nun seht euch das Video an. Bis auf die großen Seen im Norden sind sie schon überall. In der BW gibt es einen Artikel darüber, und wie sich eine Ernährungswissenschaftlerin mit einem Psychologieprofessor zusammen tat, um mit Hilfe von Wagniskapitalgebern eine Gourmet-Industrie aufzubauen, die den asiatischen Karpfen vermarktet. Von dem gibt es, wie das Video zeigt genug. Er pflanzt sich geschwind fort, stiehlt anderen Fischen die Nahrung und ist bald die einzige Art von Fisch in amerikanischen Gewässern. Abgesehen von diesem positiven Beispiel, wo sich zwei Intelligenzbolzen ans Werk gemacht haben, bleibt es schwierig, im Trump Land Jobs zu schaffen.
Und schon denke ich an den Kudzu, eine invasive Ornamentpflanze, die ebenfalls aus Asien stammt und im Südosten der U.S.A. alles überwuchert, was ihr in die Quere kommt. Ich sah sie in South Carolina, wo ich ein paar Jahre lebte. Sie breitet sich auf Äckern aus, Telefonmasten, wo auch immer. Unstoppable.
OK. Interessant fand ich noch einen Beitrag über die Mayo-Klinik, in Unternehmen für Manager ein Check-up Package kaufen können. In drei Tagen führt das Krankenhaus eine komplette Untersuchung durch. Kostet um die 5000 Dollar, Unterbringung, Flug usw nicht berücksichtigt. Nun, wenn es denn sein muss, bekomme ich das meiste umsonst. Ein Hoch auf das italienische Gesundheitssystem. Nur einen Gentest würden sie bei mir nicht machen. Wäre wohl auch unsinnig. Der würde bei Mayo auch 10000 Dollar kosten. Das einzige, was ich gut finde ist der 3000 USD teure Test, mit dem herausbekommen werden kann, wie 250 Medikamente mit meinem Körper auf genetischer Basis interagieren würden. Ich erinnere an die Antibiotik-Story meines vorherigen Eintrages. Könnte man dadurch herausbekommen, ob man von zwei Tabletten Levofloxacin Schäden davontrüge? Doch dann wären die Tabletten 3000 Dollar teuer.  

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sabato, febbraio 18, 2017

Der Spiegel v. 11.2.2017

So, den “Spiegel” habe ich durch. Hauptthema war, ob Schulz es hin bekommt, Frau Merkel als Kanzler abzulösen. Mir ist es egal: Ich wohne in Italien. Lebte ich in Deutschland, hätte das auch keine Auswirkungen auf mich. Und überhaupt: Bei den Strukturen (Bund und Länder) und der Dröhnigkeit der Behörden, würde sich ohnehin nicht viel verändern.
Interessant war ein Interview mit dem Ökonomen Thomas Straubhaar, der ein bedingungsloses Grundeinkommen vorschlägt.
Darauf wird es irgendwann hinauslaufen, dann, wenn Maschinen die Jobs machen. Irgendjemand muss die Produkte ja kaufen, es sei denn, sie werden kostenlos abgegeben.
Straubhaar erzählt von Mexiko, wo er einmal hingereist war. Die Leute dort haben einen Mindestlohn von vier Euro am Tag. Was ich nicht begreife, warum verdienen die Menschen dort nicht mehr? Sollte mir irgendeiner erklären.  
Unter “Zwei Tabletten Schmerz” lese ich einen Beitrag über die Nebenwirkungen von Antibiotika. Davon sollte man, wenn es irgend geht, ohnehin die Finger lassen. Es gibt, wie es scheint, sogar Leute, die sich bei Grippe Antibiotika Tabletten reinwerfen, obwohl die gegen Viren wirkungslos sind. Ich selbst habe Cipro und Levofloxacin im Schrank. Da bleiben sie auch. Und gerade diese Moleküle sind es, welche, wie das Beispiel im “Spiegel” zeigt, Leute zu Krüppeln gemacht haben. Horror. Wieso das bei einigen Individuen passiert, bei den meisten nicht, bedarf einer Klärung, die so schnell nicht kommen wird.
Vor vier Jahren wurde ich einer Tuberkulose-Behandlung unterzogen, in der ich 3 Monate lang pro Tag mehrere Antibiotika nehmen musste, wie Rifater, eine Kombi-Tablette von Rifampicin, Isoniazid, Pyrazinamide. Nebenwirkungen versuchte man durch Eingabe von Allopurinol (gegen Gicht), Benadon (Vitamin B6) gegen Polyneuropathie zu begegnen. Tja, und die letztere habe ich mir eingefangen. Stört irgendwie. Gut, dass sie hin und wieder verschwindet.
Wie hatte ich es eigentlich mit der Tuberkulose hinbekommen? Ich nehme an, als Jugendlicher, als mein Onkel mit TBC aus der russischen Kriegsgefangenschaft kam. Die Tuberkel haben es an sich, dass sie, wie ein ISIS-Mann in Europa, sich niederlassen und für lange Zeit nicht mehr rühren. Sie können jedoch aktiviert werden. Das Tuberkulose Bakterium kann durch die Immunschwäche des Wirtes aktiviert werden. Bei einem Uro-Tac wurde bei mir ein Knoten in der Lunge entdeckt, den man mir wegoperiert und untersucht hat. Es waren Spuren eines Bazillen-Befalls, obwohl man keine Mikroben entdeckt hatte.
Was ich mit der Story sagen wollte. Alle Pillen können Nebenwirkungen verursachen. U.U. nicht bei denselben Personen. Aber man sollte so wenig wie möglich Tabletten schlucken müssen.
So interessant eine Notaufnahme auch sein mag, wo ich mit Vorhofflimmern, geschwollenen Beinen, Thrombose hingefahren war, so will ich den Leser doch nicht noch weiter langweilen. Sonst hätte ich ihm noch von meiner Elektrokonversion erzählt, lol.
Konsequenz: So viel Pillen wie nötig und so wenig wie möglich.

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mercoledì, febbraio 15, 2017

Wo geht es lang?

Eben habe ich mit GitHub gespielt, dem VCS, Version-Control-System, das auch ermöglicht, mit Kollegen an einem Programm zu arbeiten.
Ich murkse noch immer an den Befehlen herum, die auf den ersten Seiten des Buches stehen. Gestern hatte ich einen Fehler in der Abfolge gemacht, den ich heute klären konnte. Es bringt nichts, näher darauf einzugehen, da es zu spezifisch ist. Ich muss die Befehle einfach oft genug durchspielen, damit es irgendwann einmal sitzt und ich im Lernen fortfahren kann. Pro Tag nehme ich mir ein paar Seiten vor und irgendwann funzt alles.
Heute Morgen waren wir auf dem Wochenmarkt in Finale Emilia, der nächstgelegenen Kleinstadt. Was mir dort auffiel: Kopftuch-Frauen mit Kinderwagen und italienische Rentner. Italien ist auch eines jener europäischen Länder, deren Bevölkerung so vor sich hin altert. Damit geht Verblödung einher. Mit Data-Mining müsste es doch möglich sein, einen Verblödungs-Koeffizienten zu ermitteln, der nicht unerheblich sein dürfte. Grund: Kopftuch-Frauen, Rentner und arbeitslose Jugendliche.
Thilo Sarrazins Bücher habe ich nicht im Schrank, aber er scheint zu der Schlussfolgerung gekommen zu sein, dass Kopftuch-Frauen,  deren Kinder und Männer aufgrund ihrer Herkunft nicht die Hellsten sind. Nehmen wir noch Rentner, denen die Neuronen abhanden gekommen sind und im Dunstkreis ihrer Kaffee-Bar herum schwafeln. Dann einen Großteil der italienischen Jugendlichen, der ohne Arbeit ist, sich nicht weiter bildet und daher für qualifizierte Arbeit ungeeignet ist.
Nun stellen wir uns vor, es gelingt dem Staat und der Wirtschaft Kindern der Kopftuch-Frauen und arbeitslosen jugendlichen Italienern bestimmte Kenntnisse zu vermitteln, die für gegenwärtige Arbeit ausreichen, jedoch nicht für die Zukunft, in der sie es geschafft haben, sich die Kenntnisse anzueignen.
Denn inzwischen hat die Wirtschaft sich mit Künstlicher Intelligenz aus dem Ausland versorgt, die, da junge Leute, gleich welcher Herkunft, nicht in der Lage sein werden, diese Intelligenz zu kontrollieren, sich daran macht selbständig zu agieren, mit ungewissem Ausgang.
Schlimmstenfalls kommt es zu einem Amoklauf intelligenter Roboter. Günstigstenfalls gibt die KI Menschen vor, wo es lang geht.
Über dieses Szenario sollte einmal nachgedacht werden.



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martedì, febbraio 14, 2017

Interzone 268, Jan/Feb. 2017


268 Ausgaben: Stramme Leistung. Die Leitartikel stammen zur Zeit von Mitarbeitern. Dieser ist von Dave Senecal, der Horror für das Schwestermagazin Black Static schreibt. Horror ist schwierig zu schreiben, habe ich versucht. Kam nichts Vernünftiges bei heraus. Senecal meint, wir leben in aufregenden Zeiten. Vermutlich war das so, solange die Menschheit existiert. Na ja, unter Kohl war es  langweiliger und unter Merkel wäre es so geblieben, wenn nicht immer etwas dazwischen käme, so wie Trumpf und die Technologie.
SF erweitert den Horizont. Gerade zu unseren Zeiten. Die dort beschriebenen Techniken sind zu einem kleinen Teil schon machbar geworden.  
Nur die Story von Julie C. Day “Everyone gets a happy ending” passt nicht. Allein die Prämisse der Geschichte, dass Frauen Kaninchen gebären (Gottes Wege sind wundersam) und die Beschreibung, wie sie damit umgehen, löst in mir eine gelassene Verwunderung aus. Gelassen, weil ich SF-Fan bin. Verwundert, weil Frauen keine Kanickel zur Welt bringen können. Auch in Zukunft nicht. Da Day auch einen Master of Science in Mikrobiologie hat, gehe ich davon aus, dass sie zu der Zeit, als sie die Storie schrieb, auf einem Wahnsinnstrip war.
Val Nolans “Freedom of Navigation” fand ich einleuchtender. Hier muss die Technologie um einige Ecken besser werden; denn noch können wir das Beschriebene nicht replizieren. Ähnlich wie bei “Expanse” geht es um Machtkämpfe, um die Vorherrschaft im Sonnensystem. Zum einen gibt es die Erde, zum anderen die Belt Republic, Kolonisten im Asteroidengürtel. Protag ist ein Pilot der Erde, der sich mit einem Team aus intelligenten Drohnen aufmacht, eine Passage für die Raumschiffe von der Erde freizuhalten. Die Geschichte endet damit, dass er von zwei seiner Drohnen für einen Verräter gehalten wird, sein Körper zerstört wird, kurz nach dem er sein Bewusstsein in eine Drohne lud, die loyal zu ihm gehalten hatte. Sein Bewusstsein, sowie das der Drohne sind symbiotisch vereint, treffen die Entscheidung das Sonnensystem zu verlassen und sich auf einen Forschungs-Trip zu begeben.
Stories mit Künstlichen Intelligenzen scheinen in Mode zu kommen. T.R. Napper “The Rhyme of Grievance” ist auch eine. Khamia, eine Vietnamesin arbeitet als Hausmädchen in verschiedenen Haushalten. Sie gelangt in die Wohnung von Liang, einem Wesen aus künstlicher Intelligenz, das einer Frau gleicht. Liang stellt keine Forderungen, will mit Menschen zusammenarbeiten und behält ihr niedriges Profil, um keinen Hass gegen KIs entstehen zu lassen, der sich jedoch entwickelt, je öfter Liang in den Medien zu sehen ist. Khamia erhält die Aufgabe, Liang zu erschießen. Klappte nicht, und die Menschheit sieht kritischen Zeiten entgegen.

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lunedì, febbraio 13, 2017

Andromeda Nachrichten 256


Das Titelbild hat etwas von einem Großraumbüro von oben gesehen und die Con-Berichte waren das, was ich las. Die über den Bu-Con in Dreieich, den BCon in Barcelona und den MediKonOne in Oldenburg.
Neben den üblichen Sparten-Berichten inkl. Buch- und Filmbesprechungen gab es “Der Horror in den Andromeda Nachrichten”. Aber so schlimm ist es doch gar nicht.

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domenica, febbraio 12, 2017

Ausländer rein

Ins Gefängnis.

Also, erstmal festzuhalten: Ich habe nichts gegen Ausländer. Bin ja selbst einer (Deutscher in Italien). Aber ich kam nicht umhin zu denken, als ich bei SPON (Spiegel Online) die Überschrift las “27-jähriger soll junge Frau erstochen haben”, wenn das man kein Ausländer ist. Am Ende des Beitrags steht: “Der 27-jährige stamme aus Nigeria und habe bisher in einer Asylunterkunft in Ahaus gelebt.”
Tja, und wenn ich in die heutige Ausgabe unserer Zeitung “Il Resto del Carlino” auf den Polizeibericht blicke, so sind Nordafrikaner über ein Mädchen im Zug hergefallen, ein Nigerianer hat drei Frauen aus Afrika nach Italien gelockt und zur Prostitution gezwungen, ein anderer dieser Gattung wurde beim Verkauf von Marihuana erwischt, ein Rumäne stahl 5 Packungen Käse im Supermarket, bei einem Nordafrikaner (Marocchino) wurde auf der Wache bei einer Durchsuchung Rauschgift gefunden, ein weiterer Nigerianer wurde wegen Gewalttätigkeit festgenommen und ein Rumäne, der einen Busfahrer mit einer Pistole bedroht hatte, wurde erwischt.
Ich muss die italienische Polizei loben, die ist hoch professionell. Auch wohl deswegen, weil man die Täter wieder laufen lässt.

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venerdì, febbraio 10, 2017

Oldie-Con, The Expanse, The Hundred

SF Oldie-Con 9.-11. Juni 2017
Zwei Jahre sind rum und es gibt im Juni einen neuen Oldie-Con in Unterwössen, Bayern. Ich habe mir gerade das Zimmer bestellt. Wer daran interessiert ist, klicke auf nachfolgenden Link. http://www.gustav-gaisbauer.de/01oldiecon/oldiecon2017/oldiecon2017.php

Vorgestern sah ich die 10. Und letzte Folge der ersten Staffel von “The Expanse”, einer SyFy-SF-Serie. War gut und spannend. Die zweite Staffel kommt jetzt ins amerikanische Fernsehen wie auch die neue Staffel von “The hundred”. Da ich kein Pay-TV habe, staube ich auf YouTube ab. Nur sind dort die Folgen noch nicht zu sehen.

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Asimov’s Science Fiction, Dec. 2016


“They have all one Breath” von Karl Bunker. In den U.S.A. gibt es so viele gute SF-Autoren, dass ich mir die Namen nicht merken kann, wenn sie sporadisch In “Analog” oder “Asimov’s” veröffentlicht werden. So auch Bunker. Da denke ich eher an den ungesprengten auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg. Oder ist der inzwischen verschwunden?
Dies ist eine Liebesgeschichte, die sich zu einer Zeit entfaltet, in denen Künstliche Intelligenzen nach und nach die Herrschaft über die Erde antreten. Dass ihnen die Menschen nicht auf den Geist gehen und sie diese leben lassen, ist ja schon etwas. Die Menschen fürchten inzwischen eher, dass die Intelligenzen ein Raumschiff entwickeln und davon fliegen.
Mikroboter bessern Häuser und Straßen aus, erweitern die Kanalisation, machen Waffen unbrauchbar. Roboter versorgen Flüchtlings-Camps, erzeugen künstliches, sich bewegendes Futter für Raubtiere, füllen Regale von Kiosken mit allem, was ein Mensch zum Leben benötigt. Menschen bekommen einen gewischt, bevor sie zuschlagen, kriminelle Akte sind unbekannt.
Die Liebe zwischen den Protags erlischt: Es ist die Geburtenkontrolle der KIs. Niemand kennt die Auswahlkriterien.

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