lunedì, aprile 24, 2017

Interzone 269, Mar-Apr 2017


Ich fand alle Stories gut. Mit Abstrichen. Besonders interessant fand ich Sean McMullens “The Influence Machine” und “The Common Sea” von Steve Rasnic Tem.
Die Influence Machine, ein von Lisa Elliot erfundenes Gerät. Zeit: 19 Jahrhundert. Eine Cyberpunk-Maschine. Ließ mich an Ada Lovelace denken, die den Computer mit erfand.
Mit der Influence Machine kann man den Ort, in diesem Fall ist es London, in einer Parallel-Welt sehen. Das offenbart sich durch die hoch technischen Beförderungsmittel, die durch das Okular der Maschine zu sehen sind.
Protag ist ein mit der damaligen Wissenschaft vertrauter Polizeiinspektor, der aufgrund der Handlung auch die hiesige Welt mit anderen Augen ansieht. Kurz und gut: Sein Respekt vor Frauen wächst in dem Maße, in dem er den Erklärungen Lisas lauscht und beobachtet, wie sie die wichtigsten Männer der britischen Regierung ausgetrickst. Sie hatten ihr eine erstaunliche Menge Geld zugesagt, nach dem sie von dem hohen Grad an Technik in der Parallelwelt erfuhren, um sich dann vor der Zahlung zu drücken. Lisa hingegen läßt die Box mit dem Herzen der Maschine in den Weltraum entschwinden.
Noch besser fand ich die Story “The Common Sea”. Schon heute werden einige Häuser vor Floridas Küste auf Stelzen gesetzt, ungeachtet Trumps Aussage, dass es mit dem Klimawandel nichts auf sich hat. Die Story handelt von einem Familienvater, der in so einem vom Wasser umspülten Haus lebt. Alltag in der Zukunft, aber realistisch beschrieben. Auch wie er sich mit seinem Motorboot zum monatlichen Einkauf aufmacht. Könnte sich in der Tat einmal so abspielen. Hervorragend.

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domenica, aprile 23, 2017

Nightstand, Minutennovellen und andere Literatur

Ende der 90er, als ich mich noch in den U.S.A. aufhielt, sah ich Dick Dietricks Show “Nightstand” auf dem E!-Channel. Es war die Zeit, zu der man über politisch Unkorrektes noch lachen durfte. Dafür ist You Tube noch gut. Lohnt sich.
Ich erinnere mich an die Sprüche wie: Are you a deaf mute? Give us a call. - Are you interested in coming to TV to get thoroughly humiliated and have your home life destroyed? Give us a call. - Are you Siamese twins joined at the mouth? If so, give us a call. Und so weiter, Bolzen dieser Natur.
Gestern sang ich mal wieder in der Karaoke O-Lounge im Second Life und wurde doch glatt, da ich in meinem Profil erwähnte, dass ich Kurzgeschichten schreibe (ist zwar schon etwas her), eingeladen, ein paar von ihnen in Bell´s Kultur Café am 27.April um 20 Uhr für eine Stunde vorzutragen. Ich habe noch einen ganzen Sack davon. Die meisten befinden sich auf meiner Web-Seite. Werde mich in den nächsten Tagen heranmachen, einige heraus zu klauben.
Aus dem Anlass heraus habe ich ein paar ausgedruckte Internet-Einträge heraus geflöht, die ich irgendwo als monatliche Blogeinträge unter “vom Hundertsten ins Tausendste” im Internet untergebracht hatte. Hols der Geier, wo das war. Es muss so vor 14 Jahren gewesen sein, einer Zeit, in der ich viele Bücher gelesen und rezensiert hatte. Es kam allerhand zusammen:
Jonathan Franzen: Die Korrekturen - Barrington J. Bayley: The Soul of the Robot - Barrington J. Bayley: Collision with Cronos - Judith Herrmann: Sommerhaus später - Kim Wilkins: Fallen Angel - M.John Harrison: Viriconium - István Örkény: Minutennovellen -
Zugabe! Zugabe: Ich habe noch eine Minutennovelle von mir gefunden.
Die Wolldecke
Der Mann war sehr alt, als er mit seiner Frau bei Alcor in Scottsdale, Arizona eintraf. Sie hatten eine Reisetasche mit. Es sollte in die Zukunft gehen. Die Formalitäten waren erledigt. War die Wissenschaft so weit, dass sie Individuen verjüngen konnte, sollte das Paar aufgeweckt werden.

Er friert so leicht, dachte die Frau, als sie sah, wie ihr Mann eingeschläfert und in den Behälter mit dem Helium gelegt wurde. Zu Hause hatte sie ihm eine Wolldecke auf die Beine gelegt. Als die Techniker weg sahen, öffnete sie Reisetasche und Heliumbehälter. Sie holte eine Wolldecke hervor, legte sie über die Beine ihres Mannes und klappte den Deckel sachte zu.

“Sie haben dreihundert Jahre überdauert, gnädige Frau. Wir können Sie verjüngen. Kommen Sie”, strahlte der Mann im weißen Kittel, zog sie aus dem Heliumsarg und ging mit ihr zu dem anderen Behälter. “Sie wollen doch sicher dabei sein, wenn wir Ihren Mann aufwecken. Öffnen Sie bitte.”

Gleich konnte sie ihren geliebten Mann in ihre Arme schließen. Nach dreihundert Jahren, und sie riss den Deckel hoch. Der Schrei blieb ihr im Hals stecken. Der Mann im weißen Kittel zog eine Wolldecke aus der glibberigen Masse.
 “Ein Grad wärmer, und der Körper löst sich auf”, meinte er bedauernd. “Doch die Wolldecke ist noch gut erhalten.”

Weiter mit den gelesenen Büchern:

Jorge Luis Borges: Das Handwerk des Dichters - Jorge Luis Borges: Fiktionen - Oscar Wilde: Lezioni di Stile - Michael Crichton: Timeline - Flann O´Brian: The Third Policeman - M. John Harrison: Light - Clife Cussler: Sahara

Noch ne Minutennovelle

Hirny
 
Es war kein schöner Anblick. Seine Haare standen zu Berg. Aus seinem Mund tropfte Speichel. Mit weit aufgerissenen Augen rannte der Mann im Zickzack und wirren Figuren auf der Spitalerstrasse umher und verstörte dahin schlendernde Passanten, als er seinen Kopf gegen das Mauerwerk des Kundenzentrums der Hamburgischen Elektrizitätswerke rammte, so dass er halb bewußtlos auf das Straßenpflaster fiel. Dann rappelte er sich wieder auf. Schrecklich war er anzusehen, wie sein Gesicht zuckte, während er sich um sich selbst drehte und die Passanten legten die Hände auf die Ohren, als er nicht aufhörte zu schreien: “Hört auf damit! Hört doch auf!”
Vor einem Monat hatte alles vielversprechend angefangen. In der Bild-Zeitung stand: “Telefonimplantat für uns alle. Nopia und Telekom suchen Testperson. Es winkt ein lebenslanges kostenloses Abonnement.”
Drei Wochen später: “Test mit Telefonimplantat erfolgreich beendet. Es heißt “Hirny” und befindet sich im Kopf von Horst Lammer. Wie wählt er eine Nummer? Er denkt sie. Wird er angerufen, klingelt es in seinem Gehirn. Ruft doch mal an. Erreichbar ist er unter der Nummer 040 12 29 38.”

Und nun zurück zu den gelesenen Büchern.
Edith Wharton: Die Zeit der Unschuld - Wilbur Smith: La spiaggia infuocata - Maurice Walsh: Un uomo tranquillo - John Dos Passos: Manhattan Transfer - Raymond Radiguet: Il Diavolo in Corpo - Henry James: Ritratto di Signora - Jane Austen: Stolz und Vorurteil - E.M. Forster: Howard´s End - Natalia Ginzburg: Caro Michele - Charlotte Bronté: Jane Eyre - Joseph Conrad: Herz der Finsternis - Edgar Allan Poe: Erzählungen

So, das war es, was ich in meinen schriftlichen Unterlagen gefunden habe. Sicher habe ich danach weitere Bücher gelesen, von denen ich aber nicht mehr weiß, dass ich sie gelesen habe, lol. Einige waren auf deutsch, englisch, italienisch. Ach ja, einige Perry Mason auf portugiesisch, wobei ich dort noch immer nur 20 Prozent verstehe, wenn sich die Leute etwas erzählen. Aber ich bleibe dran. Und dann die Urania-SF Taschenbücher auf italienisch mit klassischen Autoren. Ich komme selten dazu. Zur Zeit attackiere ich John Brunners “Il Telepate”. Zeitschriften haben Vorrang, da einige von ihnen jede Woche erscheinen. Ist Arbeit, Leute. Macht aber Spass.

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giovedì, aprile 20, 2017

Anwendungen zuhauf

Augmented Reality wird auch von Facebooks Zuckerberg angepeilt. An diesem Thema wird man sein Leben lang kodieren können, und jemals fertig zu werden. Vor allem auch, weil alle möglichen Arten von Fehlern auftreten können. Ein gutes Beispiel dafür ist die elektronische Fußfessel. In Deutschland soll sie bei Gefährdern eingesetzt werden. Wie auch immer. Sie wird von 3M in etwa 200 Ländern vertrieben. Das Gerät funktioniert auch hin und wieder. Es soll die Gefängnisse entlasten, ist jedoch fehleranfällig, und das verträgt sich nicht. Verbindungen brechen ab, die Batterie ist manchmal erschöpft, die interne Antenne funktioniert nicht in jedem Raum oder unter jeder Kleidung. Und die Frage stellt sich: Wo steckt der verurteilte Verbrecher? Gab es eine Fehlfunktion des Gerätes, oder hat der Träger sich seiner entledigt und verübt gerade eine weitere Straftat?
Für das Gebiet der Digitalisierung sind noch Stellen frei.
Nicht alle guten Kodierer sind jedoch an einem Fulltime-Job interessiert. Einigen der besten von ihnen reichen Preise, die sie in Hackathons gewinnen können. Von Hackathons gibt es hunderte in den U.S.A. In Deutschland kommen sie auch vor. Ich hörte von einem, das von Intel ausgerichtet wurde. Nur wird in deutschen Medien zu wenig darüber berichtet.
Hackathons, Kodierer-Maratone werden von Großunternehmen gesponsert. Ihre IT-Leiter nehmen als Beobachter teil, um Gewinnern Jobs anzubieten. Viele von ihnen reisen jedoch lieber von Veranstaltung zu Veranstaltung mit Computer, Isomatte, Smartphones, einem Internet-Chipboard, so wie meinem Snapdragon, und einigen Sensoren. Preise gibt es auch in Form von Fernsehern, Home-Theater, Wohnungseinrichtungen. Isomatten deshalb, weil Hackathons bis tief in die Nacht ablaufen. Programmierer schließen sich auch zu Teams zusammen, dessen Mitglieder sich beim Kodieren und Schlafen ablösen.

Drohnen-Sprühgeräte in der Landwirtschaft
Die DJI Agras-MG1 ist eines davon. Damit könnte man ein lukratives Geschäft aufbauen. Es lohnte sich, einzusteigen.




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martedì, aprile 18, 2017

Augmented Reality u.a.

Wieder etwas Neues gelernt. Ein kanadisches Einwanderungsgesetz gibt es seit 1967 und in Deutschland haben wir bis jetzt nichts auf die Reihe gebracht. Warum eigentlich? Einwanderer werden in Kanada auf folgende Kriterien geprüft: Professionalität, Erziehung, Sprachkenntnisse, Alter, Jobzusage und Anpassungsfähigkeit. Diese Kriterien werden bepunktet. Ist doch gar nicht so schwer.
Das war aus der “Business Week”. Interessant auch ein Beitrag über Tim Cook, den Apple-Boss, der auf Augmented Reality setzt. AR? Ich stutzte, wieder schwappt etwas aus der Science Fiction in unser tägliches Leben. Nicht jetzt, aber irgendwann. Stellen wir uns ein I-Phone mit Kamera vor, die wir auf ein Gebäude richten. Auf dem Bild erscheinen Angaben über das Unternehmen in dem Gebäude, Name, ob es Arbeitskräfte welcher Art sucht, der Umsatz, Gewinn, Börsenkurs usw. Ich richte die Kamera auf einen Autobus und bekomme auf das Bild Stationen, Abfahrtszeiten etc. Googelt nach Augmented Reality: Da tut sich ein Milliarden-Geschäft auf.
Klar dass Apple daran interessiert ist, denn die Zuwachsrate für Smartphones flacht ab. Mit Layar gibt es eine App, die ich jedoch noch nicht untersucht habe.
In Japan wurden Bestäubungsdrohnen entwickelt, forciert durch das Bienensterben der letzten Jahre. Zur Zeit müssen sie noch ferngesteuert werden. Es wird daran gearbeitet, dass sie von sich aus von Blüte zu Blüte fliegen.
Es gibt einen Artikel über Blockchain, das über unzählige Computer verteilte Buchhaltungs-Register, popularisiert durch Bitcoin. Großunternehmen wie BP, Microsoft, IBM und ING, sowie JPMorgan experimentieren damit. Und ich habe ein Buch darüber schon seit Monaten ungelesen auf dem Nachttissch liegen. Da liegt es gut, lol.


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domenica, aprile 16, 2017

BW, Spiegel und Atlas Shrugged

Gut, dass Deutschland im globalen Kontext nicht mehr so wichtig ist. So wird ein erneuter Artikel der “Business Week” über den Berliner Flughafen BER, von dem man noch immer nicht weiß, wann er fertig wird, den Leser müde gähnen lassen. Und überhaupt, diesmal steht nichts Weltbewegendes in dem Magazin. OK, wenn man davon absieht, dass gekochte Eselshaut e´jiao in China als Gelatine gegen Blutarmut eingesetzt wird und der Bedarf an Eseln immens gestiegen ist. Und dass Trumps Forderung an die amerikanischen Unternehmen, nicht im Ausland zu produzieren, auf halb taube Ohren stößt, und er unberücksichtigt lässt, dass in den U.S.A. produzierende Unternehmen ihre Produktivität durch Maschinen und KI steigern lassen, was einen negativen Einfluss auf den Zustrom ungelernter Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt haben wird.
“Gute Frau, cool, phänomenal”, um es mit Trump zu sagen. Das “Spiegel”-Interview mit Elke Holinski-Feder, der Leiterin des Medizinisch Genetischen Zentrums (MGZ) in München, hat mir eine Erkenntnis nahe gebracht, auf die ich Dussel auch selbst hätte kommen können. Der größte Anteil genetischer Veränderung im Menschen rührt nicht von den Eltern her, sondern von einer Spielerei der Natur, die von sich aus im Rahmen der Evolution an den Genen bastelt. Von da aus ist es unmöglich, in einer Prä-Implantationsdiagnostik (PID) zu erkennen, welche genetisch bedingten Krankheiten ein Individuum befallen können. Für den geringen Anteil von Fällen, die über eine PID geklärt werden können, ist die Genehmigungs-Schwelle in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. So wird in den norddeutschen genehmigt, was in den süddeutschen nicht erlaubt ist. Der hellste Wahnsinn.
Dann noch etwas, was ich in einem vorherigen Eintrag angedeutet hatte: Dass sich Nerds eine politikfreie Zone wünschen, das Verlangen spiegelte sich bereits in Ayn Rands “Atlas Shrugged” wider. Es waren keine Nerds, sondern Macher, Unternehmer, die sich den von der Politik erlassenen Verordnungen widersetzen und hinter die Berge flüchten, um eine neue Gesellschaft aufzubauen. Dieser Traum findet sich auch bei den Personen des Silicon-Valley, und auch ich meine, es muss eine neue Gesellschaftsordnung her, welche die Digitalisierung unterstützt und abfedert.


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venerdì, aprile 14, 2017

Counterclock 28, Waldemar Kumming

Counterclock 28, April 2017

Online SF-Fanzine von Wolf von Witting, eng geschriebene 36 Seiten. Abgesehen, dass es als PDF-Datei herunter geladen werden kann, hat es den Charme von Fanzines der 60er, die in meinem Briefkasten landeten, als ich in Hamburg-Winterhude wohnte. Ich hatte sie enthusiastisch verschlungen. Jetzt interessierten mich nur noch die Zeichnungen von Bill Rotsler 1926 - 1987, der unzählige englischsprachige Fanzines, wie dieses hier, mit seinen Vignetten verziert hat. Das liegt nicht am Fanzine. Sicher wird es gern gelesen von denen, die es sich in einem Ohrensessel bei Kaminfeuer und einer Tasse Tee gemütlich machen und die gute alte Zeit an sich vorüber ziehen lassen. Und davon gibt es einige. Man braucht gar nicht an Schrebergärtner und an die AfD zu denken.
Ist schon eigenartig, dass ich kein Interesse mehr an alten Fanzines habe und Counterclock belehrt mich auch nicht eines Besseren. Es ist doch irre, was es in dieser Zeit an Erfindungen, neuen Ideen und Entwicklungen gibt. Da, wo jetzt die Musik gemacht wird, sollte man sich reinhängen.


Waldemar Kumming (1924-2017)

Am 5. dieses Monats starb Waldemar Kumming. Er hatte das Fanzine Munich Roundup herausgebracht. Sein Hektographier-Apparat hatte schön bunte Seiten erzeugt. Er betreute die Phonothek des SFCD und war bis in die späten Jahre emsiger Con-Besucher. Ein weiteres Urgestein verließ das SF-Fandom. Fans in Süddeutschland können sicher mehr über ihn erzählen. Ich hatte ihn ein oder zwei Mal beim Oldie-Con in Unterwössen getroffen.

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mercoledì, aprile 12, 2017

Seasteading und Snowcrash


Seasteading: How Floating Nations will restore the Environment, Enrich the Poor, Cure the Sick, and liberate Humanity from Politicians.
Befreie die Menschheit von Politikern. Genau das, was ich sagte, dachte ich und bestellte das Buch bei Amazon.
Paypal-Co Gründer Peter Thiel findet die Idee gut, einen eigenen Staat auf dem Meer zu bauen. Er bedachte Patri Friedman mit einer halben Million Dollar, um das Seasteading Institute zu gründen, das diese Idee weiter ausbauen soll.
Tim Draper, ein anderer Wagniskapital-Investor verfolgte eine ähnliche Idee. Er startete ein Referendum, in dem entschieden werden sollte, Kalifornien zu sechsteln. Ein Teil sollte Nerds vorbehalten bleiben. Damit kam er nicht durch.
Nun, er gründete die Draper University, die University of Heroes, welche 7-wöchige Entrepreneur-Kurse abhält, um jungen Menschen das Start-uppen zu erleichtern. Kurs: 12000 Dollar.
Und soeben bestellte ich mir Neal Stephensons “Snow Crash”. Soweit ich weiß, stammt die Idee von Second Life von diesem Buch.


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Scientific American, April 2017



“A rare success against Alzheimer’s”
Etwas hilflos, denn man weiss noch immer nicht, wie das Leiden zustande kommt. Die klinische Studie, Finnish Geriatric Intervention Study to prevent Cognitive Impairment and Disability (FINGER), über die berichtet wird, beinhaltet das, was man ohnehin machen sollte: Diät, Bewegung, und (shit, wie heisst das auf deutsch: active social life, aktives soziales Leben? Da muss es einen anderen Ausdruck für geben).
OK: Jetzt wissen wir es. Gesund leben. Machen wir doch ohnehin, oder? Es liegt auch nahe, dass diejenigen, die dement werden, nach ihrer Pensionierung nur wenig Neuronen feuern lassen. Ein Leben lang lernen hat seine Vorteile.

“How to swallow a Sun”.
Ganz einfach, man setzt sie vor ein Schwarzes Loch. Diese supermassiven schwarzen Löcher befinden sich im Mittelpunkt einer Galaxie, mit einer millionen bis zu einer milliardenfachen Masse unserer Sonne. Interessant ist, dass diese schwarzen Löcher nur dann rotieren, wenn sie Futter bekommen. Sie zerreissen Sterne, bevor sie einen Teil davon verschlingen. Das andere Teil wird in den Weltraum geschleudert. Die Aktivität eines schwarzen Loches wird Tidal Disruption Event (TDE) genannt. Es entstehen Temperaturen bis zu 250000 Grad Celsius und eine Helligkeit, welche das Leuchten benachbarter Sterne überlagert.

“Transformers”
Läuft unter Future of Medicine. Escherichia Coli ist eine Bazille der Gegenwart, der Vergangenheit und meistens harmlos, hält sich in menschlichen Innereien auf. Nun soll sie für eine seltene Krankheit als Medizin herangezogen werden. Die Krankheit heißt Urea Recycle Disorder. Bei den Patienten fehlt ein Enzym der Leber . Das ist für Kleinkinder tödlich und für Ältere gefährlich. Nitrogen, Stickstoff also, wird durch das Enzym in Urea, also Harnstoff umgesetzt. Wenn das Enzym fehlt, verwandelt sich der Stickstoff in Ammoniak, das, wenn es über das Blut das Hirn erreicht, dieses zerstört, Koma und Tod verursacht.
Forscher haben in das Escherichia Coli einen genetischen Schaltkreis eingebaut, mit Ein-Aus und Volume-Schalter, der das überschüssige Ammoniak aufsaugt. Die bakterielle Lösung, täglich eingenommen, führt zur Symptomfreiheit.
In diesem Kontext: Am Montagmorgen voriger Woche kratzte mich unsere Katze am Handgelenk, als ich sie im Schlafzimmer hoch nahm, dass das Blut durch die Gegend spritzte. Dank meiner Frau, die Essig über die Wunde goss, was schön brannte und diese mit einem großen Pflaster abdeckte, konnte die Blutung gestillt werden. In der Notaufnahme bekam ich dann einen professionellen Verband, der alle zwei Tage von meinem Hausarzt erneuert wurde.
Ich wusste, eine Wundheilung läuft in Phasen ab und googelte noch einmal. Es gibt Exsudationsphase, Granulationsphase und Epithelisierungsphase, in der Lymphozyten, Neutrophile Granulozyten, Monozyten und Makrophagen tätig sein. - Wenn ich mich erinnere, läuft in SF-Filmen teilweise die Wundheilung in Minuten ab, meistens bei Aliens oder Menschen aus der Zukunft. Da die Zukunft schon so dicht an unsere Gegenwart gerückt ist, sehe ich keinen Grund, warum man die vorab erwähnten *zyten nicht boosten könnte, um diesen minutenlangen Wundheilungsprozess zu replizieren. Vermutlich müsste bei embryonalen Chromosomen angesetzt werden. Die Instrumente dafür sollten vorhanden sein.
Gestern saß ich im Wartezimmer, um den Verband wechseln zu lassen und las die “Business Week”. In dem Artikel ging es um Arbeitslose in den U.S.A, die einen Upgrade brauchten, da in Fabriken laufende Maschinen nur noch von qualifizierten Arbeitern bedient werden können. In den U.S.A. werden Workshops angeboten, welche die nötigen Kenntnisse vermitteln, wie Mechatronic Fähigkeiten. “What the hell is Mechatronic?” fragte ich mich, hatte zwar mein Smartphone zur Hand aber kein Wifi (WLan). Und ich dachte an meine Psychologie-Lehrerin aus Michigan, die uns riet, alle Definitionen in ein Spiral-Notizbuch zu schreiben, in dem man die Karten umflippen konnte und dies so bereit zu halten, dass man im Wartezimmer, vor Ampeln, beim Anstehen die ungenutzte Zeit zum Lernen verwenden konnte. Da sass ich im Wartezimmer, es gab Google aber kein WiFi. Ich verlange, dass es in jedem Wartezimmer WiFi gibt. Sollte ich jetzt noch weiter gehen und fordern, dass jeder Patient im Wartezimmer lernen muss? Vielleicht sollte ich bei den Grünen antichambrieren, damit die im Europa-Parlament eine Eingabe machen. Aber so wie ich das sehe, hätte die Partei bei der nächsten Bundestagswahl ganz versch…. - Heute habe ich den neuen “Spiegel” mit der Aussage Adenauers erhalten: “Der Bürger ist entsetzlich dumm.” Mir fällt ein Stein vom Herzen. War also damals schon so, lol. Und Mechatronics ist natürlich, wie der Name schon sagt, eine Kombination von Mechanik und Elektronik.

“Evolution at the Limits”
Schwefelhaltiges Wasser ist toxisch. Es gibt jedoch Fischarten, die sich in Tümpeln an dieses Wasser angepasst haben. Sie gehören zur gleichen Gattung, die in sauberem Wasser lebt, haben jedoch ihrer Form verändert, die es ihnen nun erlaubt, in schwefelhaltigen Wasser fort zu bestehen.

“Inside the Echo Chamber”
Soziale Netzwerke bilden, wie wir alles wissen, Echo-Kammern. Individuen gleichen Gedankengutes bestärken sich in Gerüchten, Konspirations-Theorien. Das geschieht häufig, wenn sie dazu unfähig sind, Sachverhalte geistig zu erfassen und zu verarbeiten. Selbst Trump hat nicht den Durchblick, wenn er das Gerücht, dass Obama ihn hat abhören lassen, zur Tatsache erklärt. Einfache Lösungen, Echo Kammern verschwinden zu lassen, gibt es nicht.

“Don’t drink that water”
In Portsmouth, N.H. habe ich mal gewohnt. Zuerst in einem preiswerten Hotel, 25 $ das Zimmer, später hatte ich mir in einem heruntergekommenen Wohnblock eine Wohnung gemietet. Ich hatte einen Kontrakt mit Cabletron, Rochester, das über eine Freeway zu erreichen war.
Nun gut. Dieser Artikel handelt auch von Portsmouth, New Hampshire, und erwähnt den Pease International Tradeport Office Park, in dem um die 10.000 Personen beschäftigt sind. Der Office Park war vorher ein Luftwaffenstützpunkt gewesen, auf dem die Feuerwehr zu Übungszwecken verschrottete Flieger abfackelte, den Brand mit Schaum löschte. Der wiederum sickerte in den Boden und reicherte das Trinkwasser mit Perfluor-Chemicalien (PFC) an. Portsmouth ist ein Hotspot, in dem die PFC-Menge im Blut über die erlaubte hinaus geht. Von diesen Hotspots gibt es eine ganze Reihe. Und es existieren einige Studien, die darauf hindeuten, dass PFC das Immunsystem schädigt, die Leber vergrößert. PFC wurde in den Vierzigern des vorigen Jahrhunderts von der Firma 3M (Minnesota Mining and Manufacturing Company) erfunden. 3M hat auch die gelben Post-It Blöcke ins Leben gerufen. PFC wird bei Regen abweisenden Jacken, in Mikrochips, Teflonpfannen etc. eingesetzt. Gefährlich sind PFCs mit langen Ketten von 8 Kohlenstoffatomen. Dies wurde erkannt. Die langkettigen verschwinden daher vom Markt. Schwierig ist es heraus zu bekommen, inwieweit und in welchem Grade sie in Kombination mit anderen Schadstoffen und ungesundem Verhalten zum körperlichen Verfall beitragen. Mit anderen Worten, es werden Angst und Unsicherheit erzeugt, so daß im Grunde nur eines hilft. Entweder umziehen, oder den Einsatz schon bei der Planung nicht zulassen.

“Time to worry about Anthrax again”
Sverdlovsk, 1400 km von Moskau entfernt, heißt jetzt Yekaterinburg. Dort wurde 1979 Anthrax produziert. An einem schönen Tag wurden einige Entlüftungsfilter gewartet und die Produktion nicht davon in Kenntnis gesetzt. Die produzierte lustig weiter mit dem Ergebnis, dass das Zeug in die Umgebung geblasen wurde und 68 Einwohnern den Tod brachte.
Es ist der Bacillus anthracis. Dass er krank machen und tödlich ist, wurde übrigens von Robert Koch (1843-1910) festgestellt. Er befiel ursprünglich, da er in freier Natur vorkam, Schafhirten, Wollverarbeiter, und Färber. Militärs entdeckten ihn später, um ihn für ihre Zwecke zu nutzen. Der Bacillus kommt auch als Spore vor. Trocken und kühl gelagert, hält sich diese mehrere Jahre, kann in industriellem Maßstab produziert und gelagert werden. Inhaliert bringen sie den Tod.
Warum Scientific American diesen Artikel jetzt heraus bringt, liegt wohl daran, dass die U.S.A. den Russen zutrauen, weiterhin diesen Stoff zu produzieren. Von Anthrax gibt es zwei weitere Varianten, die entweder die Haut befallen oder über eingenommene Speisen in den Darmtrakt gelangen. Dann guten Appetit.






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